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Geschichte der Versöhnungskirche

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Bildung der Gemeinde und Bau der Versöhnungskirche

Zeichnung Versöhnungskirche

Als 1950 der Münchner Norden besiedelt wurde, war er vor allem ein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet. Vornehmlich Flüchtlinge und Vertriebene zogen hierher, darunter viele evangelische Christen. Die nächstgelegene Kirche für sie war die Dankeskirche in Milbertshofen. Langsam bildete sich eine Gemeinde und eine eigene Kirche wurde notwendig. Architekt Franz Gürtner † entwarf die Pläne für die Versöhnungskirche. Als sie am 30.6.1957 eingeweiht wurde, wurde sie nach der Jahreslosung von 1956 (2. Kor. 5,20) Versöhnungskirche genannt.

Am 8. März 1960 wurde die Gemeinde zur selbstständigen Gemeinde erhoben. 1961 wurde die Orgel installiert.

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Aufbau ihrer Einrichtungen

Am 14.10.1962 wurden die inzwischen errichteten Gebäude für einen Kindergarten mit Kinderhort und für einen Gemeindesaal eingeweiht. Der Kinderhort konnte 100 Kinder aufnehmen.

1974 entstand eine Altenpflegestation in der Gemeinde, die sich später zur Sozialstation (besser: Diakoniestation) Harthof-Freimann entwickelte.

Ebenfalls l974 wurde eine Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) ins Leben gerufen, die bis zur Fertigstellung der Gebäude auf dem eigenen Grundstück in der Rathenaustraße arbeitete.

l978 übernahm die hiesige Sozialstation (s.o.) die Verwaltung des Pflegedienstes des Diakonie-Vereins Samariter-/Nikodemus-Kirche, die somit in einer Arbeitsgemeinschaft aufgingen. Am 1.1.1982 ging die Trägerschaft der Sozialstation von der Gemeinde in die des Sozialdienstes Versöhnungskirche e.V. über.

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Ihre Pfarramtsführer

Die Gemeinde wurde geleitet von haupt- und zahlreichen ehrenamtlichen MitarbeiternInnen. Pfarramtsführer der Versöhnungskirche waren: Pfarrer Otto Steiner † (1959 - 63), Pfarrer Ernst Breuel † (1963 - 71), Pfarrer Klaus Meyer † (1972 - 82), Pfarrer Dr. Kurt Jung (1982 - 87), Pfarrer Adolf Winter (1987 - 99), Pfarrer Hans M. Schroeder (1999 - 2012), Pfarrer Joachim Erbrich (Sept. 2012 - Feb. 2014), Pfarrerin Dorothee Hermann (seit Nov. 2014).

Die Standortpfarrer der Militärseelsorge sind Mitglieder des Kirchenvorstandes. Seit 2013 führt die Dienstgeschäfte Militärdekan Heiko Blank.

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Die an der Gemeinde ausgerichtete Gemeindearbeit

Die MitarbeiterInnen des Pfarramtes stellten sich von Beginn an auf die Bedürfnisse der Gemeindeglieder ein.

1959 zählte die Gemeinde 4.600 Gemeindeglieder. Unter Pfr. Steiner wurde sie aufgebaut. Täglich wurden 400 – 500 Essen ausgegeben. Kleidung wurde angeboten. Kreise für Jugendliche, für Bibelarbeit, ein Posaunenchor wurden aufgebaut.

Unter Pfr. Breuel wurden „Theologische Seminarreihen“ angeboten. Ein junger Frauenkreis wurde aufgebaut. Die Kindergottesdienst-Gruppe zählte sonntags 80 bis 100 Kinder. Der Diakon versuchte, die „Lederjacken“ von der Straße wegzuholen.

1970 und 1971 waren im Gemeindebereich ca. 500 Familien von der Bundeswehr neu zugezogen.

Unter Pfr. Meyer konsoliderte sich die Gemeindearbeit. Selber sehr jung, scharten sich um ihn viele junge Familien. Es entstand ein „Krabbelkreis“. Während der Olympischen Spiele 1972 bot die Versöhnungskirche als Zeichen von Gastfreundschaft eine „Oase“ an. Mit dieser Aktion wurden 32.000 Essen, die ursprünglich für Sportler gedacht waren, an bedürftige Gemeindeglieder ausgegeben.

1977 wurde eine Kinderbibelwoche mit dem Motto „Um einen Tisch“ in unserer Gemeinde eingeführt. Sie war die erste, die je in München abgehalten worden ist. 1980 besuchten die Kinder des Kindergottesdienstes den Kinderkirchentag in Augsburg aus Anlass der 450-Jahr-Feier der confessio augustana.

Unter Pfr. Winter wurde die Kirchenmusik während des Gottesdienstes ganz besonders gefördert. Es gab kirchenmusikalische Konzerte. Er versuchte, das Verständnis zwischen Christen und Juden zu fördern.

1998 wurde dem Kirchenvorstand das sog. evangelische MünchenProgramm der Fa. McKinsey vorgestellt. Er beschloss, dass die Versöhnungskirche als Modellgemeinde daran teilnimmt (Dieses Programm ist noch nicht beendet). Ebenfalls 1998 wurde während eines Klausurwochenendes vom Kirchenvorstand ein Leitbild für die Versöhnungskirche erarbeitet:

GLAUBE LEBEN UND FEIERN

Unter Pfr. Schroeder hat der Kirchenvorstand beschlossen, ab 24. Oktober 2001 eine Kirchenküche für bedürftige BürgerInnen in sozialen Schwierigkeiten zu eröffnen. Unterstützt wurde das Projekt durch eine ansehnliche Spende des ersten Automobilherstellers in München.

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Ihr Leben in der Ökumene

1977 wurden mit der Pfarrgemeinde St. Gertrud die ersten ökumenischen Gottesdienste zu den drei christlichen Hauptfesten gehalten. Die Folge waren häufigere ökumenische Trauungen.

Im Frühjahr 1979 boten Versöhnungskirche und St. Gertrud eine „ökumenische Woche“ an, darunter eine Veranstaltung über konfessionsverschiedene Ehen. Es gab eine erste ökumenische Kinderbibelwoche mit St. Gertrud, an der täglich über 180 Kinder teilnahmen. Anlässlich der Stadtteil-Woche fand am 17.7.1981 ein ökumenischer Familien-Gottesdienst in St. Gertrud statt. Die ökumenische Zusammenarbeit gewann an Dimension: Die Gemeindebriefe der katholischen Gemeinden St. Gertrud und 14-Nothelfer sowie die der Versöhnungskirche lagen in den drei Kirchen aus. Die Schulgottesdienste wurden ausnahmslos ökumenisch gehalten.

Am 1.1.1987 wurde begonnen, ökumenische Friedensgebete zu halten. Im Jahr zuvor hatte die Katastrophe von Tschernobyl stattgefunden.

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Ihre Patenschaften

Die Versöhnungskirche unterhielt mehrere Patenschaften, u.a. mit der St. Petri-Gemeinde in Rostock. Pakete wurden an sie versandt. 1978 bekam diese Patenschaft eine neue Qualität, denn zum ersten Mal fand eine Reise nach Rostock statt. Persönliche Kontakte wurden geknüpft. Nun fand jährlich eine Besuchsreise nach Rostock statt.

1983 bahnte sich eine Patenschaft mit Madang auf Papua-Neuguinea an, um der evangelischen Kirche vor Ort weiterzuhelfen. Im März 1984 fand in der Versöhnungskirche ein „Madang-Tag“ statt.

Pfr. Winter engagierte sich am Wiederaufbau der ev.-luth. Kirche in Kiew.

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Ihre Öffentlichkeitsarbeit

Im Oktober 1972 wurde der erste Gemeindebrief herausgegeben.

Am 6.1.1987 hielt Pfr. Dr. Jung einen Fernseh-Gottesdienst, der europaweit gut aufgenommen wurde.

1998 startete der Kirchenvorstand unter Pfr. Winter mit der Landeskirche eine Plakataktion. Auf dem Gemeindegebiet wurden Plakate ausgehängt, die zum Wiedereintritt in die ev.-luth. Kirche einluden.

Im Herbst 2001 wurde unter Pfr. Schroeder mit der Ausstellung Artionale 2001 „raum.bruch“ auf die Armut und das Leben am Harthof nachdrücklich aufmerksam gemacht.

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